Made in Freedom — ein „Schlüssel zur Freiheit“?

Made in Freedom Schlüsselanhänger MIF

Unser Textilproduktionspartner Freeset hat in den letzten Monaten nicht nur zahlreiche T-Shirts für Made in Freedom produziert sondern auch neue Schlüsselanhänger. Was es mit der Aufschrift „Schlüssel zur Freiheit“ auf sich hat, möchte ich im folgenden ersten Teil einer neuen Blogserie erläutern. Dass wir als Made in Freedom – Team auf das Thema Freiheit verweisen — und zwar insbesondere auf die Freiheit von Frauen, in Würde und Made in Freedom Schlüsselanhängerohne Zwang ihren Lebensunterhalt verdienen zu können — ist sicher keine Überraschung. Den Slogan des Schlüsselanhängers haben wir wegen der Symbolik des Schlüssels gewählt: Das Bild des Schlüssels hat eine lange Tradition in der Ikonographie mit vielfältigen Bedeutungen. Dabei ist es hilfreich zu wissen, dass ein Schlüssel lange kein einfacher Alltagsgegenstand war, sondern ein Symbol der Macht. Denn über viele Jahrhunderte hatten nur wohlhabende und mächtige Menschen Türschlösser und die entsprechenden Schlüssel, die oftmals wertvoll verziert waren. Das Überreichen eines Schlüssels war deswegen ein bedeutungsvolles Symbol, beispielsweise im Fall einer Amtsübergabe als Zeichen der Legitimation der Nachfolge. Auch heutzutage spiegelt sich dieses Verständnis in Begriffen und Redewendungen wider: Wenn wir von einer Schlüsselposition oder Schlüsselqualifikation sprechen, drücken wir damit sinnbildlich deren zentrale Bedeutung und auch eine zielführende Eigenschaft aus. Und nicht zuletzt weist das Bild des Schlüssels natürlich darauf hin, dass etwas das Potenzial hat, etwas, das zuvor verschlossen oder unzugänglich war, zu öffnen. Das Bild des Schlüssels hat also verschiedene Facetten, auf die wir mit unserem Slogan Bezug nehmen wollen: Der Aufdruck „Schlüssel zur Freiheit“ soll zum Umdenken anregen. Denn es ist entscheidend, dass sich immer mehr Made in Freedom Schlüsselanhänger MIFMenschen in Deutschland bewusst werden, dass jeder Einzelne ein großes Potenzial für mehr Freiheit in der Welt hat. Unser individuelles Konsumverhalten ist der Schlüssel zu einer wirklichen Veränderung der meist miserablen Arbeitsbedingungen in den sogenannten Entwicklungsländern. Indem wir darauf achten, wo und wie unsere Kleidung hergestellt wird, und dahingehend z.B. auch bei unserer Lieblingsmarke nachhaken, öffnen wir nicht nur den Blick für diejenigen am untersten Ende der Produktionskette. Wir haben dabei auch einen sinnbildlichen Schlüssel in der Hand für die Tür, hinter der tausende Menschen in Zwangsarbeit gefangen sind. Durch den Kauf von Made in Freedom T-Shirts ermöglichst Du Frauen, die vorher in der Sex-Sklaverei gefangen waren, einen sicheren und fair bezahlten Arbeitsplatz in der Näherei von Freeset. Wie das konkret aussieht, kannst Du Dir an der beispielhaften Geschichte von Prisha in unserem Video ansehen. Je mehr Menschen sich darüber im Klaren sind, dass sie den Schlüssel zur Freiheit in den Händen halten, desto mehr Menschen werden Freiheit erleben können. Denn keiner von uns kann alleine besonders gut die Welt verändern. Die gute Nachricht ist, dass wir nicht alleine sind, sondern es auch in der Textilbranche vorbildliche Vorreiter gibt. Einige davon präsentieren sich nächste Woche in Berlin auf der Ethical Fashion Show (mehr dazu nächste Woche). Aber auch Du kannst einen wertvollen Beitrag leisten!

Zum Beispiel, indem Du das Video von Prisha in Deinem Social Network teilst und andere auf die fair und in Freiheit produzierten Shirts aufmerksam machst.