Was wir heute noch von Martin Luther lernen können

Martin Luther 1535

Anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation haben wir dieses Jahr schon viel über die Bedeutung dieses historischen Ereignisses gehört und gelesen. Doch abgesehen von einer (oftmals verstaubten) Lutherbibel im Regal haben die meisten Deutschen wohl keine besondere Verbindung zum Reformator Martin Luther. Dabei können wir von dieser beeindruckenden Persönlichkeit auch heute noch einiges lernen… selbst wenn heutzutage manche seiner Äußerungen in unseren Ohren befremdlich klingen oder sogar abzulehnen sind (wie zum Beispiel seine antisemitische Haltung). Ein paar seiner Charaktereigenschaften, die mich besonders beeindrucken und motivieren, stelle ich im Folgenden vor. Besonders angesichts der vielfältigen Brennpunkte unserer Zeit scheint uns Martin Luther mit folgenden Aufforderungen herauszufordern:

Stehe für Deine Überzeugungen ein!

Martin Luther war sich bewusst, dass er mit seiner Kritik am Ablasshandel der römisch-katholischen Kirche sehr mächtige Gegner provozierte. Dies hielt ihn aber nicht davon, auf verschiedene Missstände in der Kirche aufmerksam zu machen und sich damit selbst in Gefahr zu bringen. Mehr als seine eigene Sicherheit lag es ihm am Herzen, dass die wahre Botschaft der Bibel auch das einfache Volk erreicht. Luther wollte, dass die Menschen verstehen, dass man sich Gottes Gnade und Vergebung nicht durch Ablassscheine erkaufen kann, sondern dass seine Gnade genügt. Durch seinen beharrlichen Einsatz für die Übersetzung der Bibel ins Deutsche und die Verteidigung seiner Glaubensüberzeugungen setzte er sogar sein Leben aufs Spiel.

Behalte deinen Humor und den Glauben an das Gute!

Trotz der lebensbedrohlichen Situation, in der sich Luther über Jahre seines Lebens befand, verlor er seinen berühmt-berüchtigten Humor nicht. Er war überzeugt, dass er zu einer positiven Veränderung der Kirche beitragen konnte. Ein bereits viel zitiertes Zitat Luthers kann uns auch heute noch ermutigen und motivieren: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht: Ich würde noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Konzentriere Dich auf das Wesentliche!

Luther hatte nicht das Ziel, die Kirche durch seine reformatorischen Schriften zu spalten. Seine Luther Wappen LutherroseKritik am Ablasshandel und seine Betonung von Gnade und dem Glauben des Einzelnen war zwar revolutionär. Doch Luther wollte insgesamt maßvolle Reformen und hatte nicht die Absicht, die römische Messordnung der Gottesdienste komplett über den Haufen zu werfen. Dies stellte er zum Beispiel in einer Predigtreihe in Wittenberg klar, in denen er nochmal betonte, dass es nicht auf Äußerlichkeiten ankommt, sondern dass die Liebe entscheidend ist. Auch in seiner Auslegung des 1. der 10 Gebote macht er dies unmissverständlich deutlich und fordert uns damit auch heutzutage heraus: „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott.“

Habe den nötigen Mut zur Veränderung!

Auch im 21. Jahrhundert braucht es oftmals Courage, um unbequeme Wahrheiten zu äußern … auch wenn wir dadurch nicht gleich für „vogelfrei“ erklärt werden wie damals Luther. Unsere Gesellschaft hat auch heute noch auf den verschiedensten Ebenen Potential für positive Veränderung. Und auch weltweit tragen wir eine Mitverantwortung — zum Beispiel durch unser Konsumverhalten. Jeder Einzelne kann im Kleinen dazu beitragen, dass es auf dieser Welt gerechter zugeht. Made in Freedom möchte durch den Verkauf von fair und in Freiheit hergestellten T-Shirts einen Unterschied machen. Wie das konkret aussieht, kannst Du zum Beispiel hier weiterlesen. Lasst uns gemeinsam — im symbolischen Sinne — auch heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen!

Das Made in Freedom-Team wünscht Dir einen schönen Reformationsfeiertag!

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