In den letzten Jahren nimmt die Produktpalette mit den verschiedensten Gütesiegeln der Fairtrade-Branche immer weiter zu. Sowohl die Nahrungsmittelindustrie als auch die Textilbranche reagieren damit auf die wachsende Anzahl von Verbrauchern mit einem bewussteren Konsumverhalten. Aufgrund von schockierenden Bildern der ausbeuterischen Produktionsbedingungen in der Dritten Welt interessieren sich immer mehr Menschen für Produkte aus fairem Handel. Nur … was bedeutet „fair“ überhaupt?

„Das ist aber unfair!“

Aus unserem normalen Alltag heraus wissen wir, dass „fair“ ein sehr subjektiver Begriff ist. Das merke ich besonders an meinen Kindern, die regelmäßig darüber diskutieren, was alles „unfair“ ist und wie ungerecht sie sich manchmal behandelt fühlen. Als Mutter findet man sich dann oft in der Rolle des Schiedsrichters wieder, um ein gewisses Maß an Fairness (z.B. gegenüber den Jüngsten) sicherzustellen.

Auch auf der globalen Ebene des Freihandels stellt sich bekannterweise das Dilemma, dass oft die bereits wirtschaftlich Starken weiterhin die Gewinner und die Schwachen die Verlierer bleiben – und dass wir uns als Verbraucher oft machtlos fühlen, etwas dagegenzusetzen. Deswegen ist es kein Wunder, dass Gütesiegel so populär geworden sind.

Das Logo der Organisation Fairtrade ist wohl derzeit das bekannteste, welches uns beim Einkaufen im Supermarkt das gute Gewissen beschert, dass z.B. unsere Kaffeebohnen nicht von Kindern in einer 12 h – Arbeitsschicht geerntet wurden. Die Lizenznehmer müssen Standards erfüllen, die helfen sollen, das Leben von Bauern und anderen Arbeitern durch einen verlässlichen Mindestpreis zu verbessern. Das Ziel von Fairtrade ist es, „eine faire Partnerschaft auf Augenhöhe“ zu ermöglichen.

Wirkliche Fairness

Sowohl in zwischenmenschlichen als auch in wirtschaftlichen Beziehungen ist es oft schwierig – manchmal auch unmöglich oder gar nicht zielführend – auf absolut gleicher Augenhöhe zu sein. Doch gewisse Grundsätze wie respektvolle Begegnung und angemessene Wertschätzung des Gegenübers sollten die Grundlage von fairem Umgang sein.

Die absolute Basis von fairem Handel und Arbeit liegt sicher darin, dass Menschen ohne Zwang in Freiheit arbeiten und davon leben können. Das folgende Zitat bringt für mich die Quintessenz von Fairness gut auf den Punkt – und ist für uns bei Made in Freedom ein Ansporn, mit dem Engagement im Fairtrade bzw Freedom Business nicht nachzulassen:

„Fairness does not mean everybody gets the same – Fairness means everyone gets what they need” (Rick Riordan)

Unsere Fairtrade-zertifizierten Partner Freeset in Indien und Purnaa in Nepal sind großartige Beispiele für wirklich faire Produktion. Falls Du Ideen für bedruckte T-Shirts oder Taschen hast, beraten wir Dich gerne!

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