Spätestens seit der Berichterstattung über den verheerenden Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza mit 1138 Toten und über 2000 Verletzten vor 4 Jahren in Bangladesch müssen wir uns als Konsumenten darüber im Klaren sein, dass die massenhafte Billigproduktion in der Textilindustrie menschenverachtend ist. Seitdem gab es zahlreiche politische Ankündigungen, durch mehr Druck auf die entsprechenden westlichen Auftragsfirmen und die Regierungen der Produktionsländer eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen. NGOs wie International Justice Mission oder Public Eye informieren über moderne Sklaverei und kämpfen für die weltweite Achtung der Menschenrechte, für bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne. Public Eye macht darauf aufmerksam, dass auch das Label „made in Europe“ nicht unbedingt bedeutet, dass der Artikel unter besseren Bedingungen produziert wurde als in Asien. Auch in Süd-und Osteuropa gibt es eine erschreckendes Maß an Ausbeutung, zum Beispiel in der Schuhproduktion.

Der deutsche Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller berief nach dem Unglück im Rana Plaza im Mai 2014 einen Runden Tisch mit Mitgliedern der Textilindustrie, des Handels, der Gewerkschaften und Zivilgesellschaft ein. Daraus entstand am 16. Oktober 2014 das Bündnis für nachhaltige Textilien, mit Hilfe dessen an verbesserten Produktionsbedingungen gearbeitet werden soll. Auch in Bangladesch gab es 2013 einen ersten Durchbruch unter der Initiative der Clean Clothes Campaign (CCC) mit der Unterzeichnung des weltweit ersten  — Gebäuderechtsabkommen, dem „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh.“ Als sich der Rana Plaza – Einsturz vor Kurzem zum 4. Mal jährte, beschworen Verantwortlichen, dass sich ein solcher Vorfall mit den neuen Standards nicht wieder ereignen könnte.

Doch mehr Sicherheit am Arbeitsplatz ist das Eine — in Bezug auf menschenwürdige Arbeitszeiten und faire Bezahlung muss sich noch viel ändern. Und die Mühlen von Politik und Wirtschaft mahlen leider sehr langsam … vor allem, wenn es erst einmal mehr Kosten verursacht. In unserer globalisierten Welt betrifft das Thema Menschenhandel und industrielle Ausbeutung uns alle. Deswegen brauchen wir so viele Mitstreiter wie möglich, um zu einer Wende in der Textilbranche beitragen zu können. Es sind viele kleine und große Schritte nötig — und jeder kann uns dabei unterstützen! Egal ob Du für Deinen Sportverein, Deine Schule, Firma oder Kirche T-Shirts oder Taschen bedrucken lassen möchtest, hast Du bei „Made in Freedom“ die richtigen Ansprechpartner. Mit dem Kauf von nachhaltig und fair produzierten Produkten unserer Partner Freeset in Indien oder Purnaa in Nepal leistet Du einen wichtigen Beitrag dafür, dass Frauen in Freiheit und Würde leben und arbeiten können.

Bestimmt hast Du schon ein paar gute Ideen im Kopf, die wir gerne mit Dir umsetzen. Unsere Kontakt-Infos findest Du hier.

 

Abonniere unsere Newsmail

Bleib über unsere Produkte und unsere Arbeit für die Freiheit von Sklaverei informiert.

Success! Thank you for your interest.